Es war einmal… vor langer Zeit eine erste E-Mail und ein Internet

Von Eva Eckle

FASTER Software – 11. Dezember 2019
Damals im Jahre 1984 vor 35 Jahren verschickte der Ingenieur R. Tomlinson die erste E-Mail der Welt. Fünf Jahre später präsentierte T. Berners-Lee dann erstmals sein Konzept des »World Wide Web«, einem internetbasierten System aus Hypertext-Dokumenten (Websites). Zwei digitale Startschüsse, die das Leben auf unserem bis dahin noch eher analog verwurzelten Planeten grundlegend ändern sollten.

Für die Übertragung einer E-Mail war damals noch ein Computer von der Größe einer Waschmaschine erforderlich und nur wenige Experten konnten E-Mails senden und empfangen. Heute ist die elektronische Post für 85 Prozent der Deutschen selbstverständlich und täglicher Begleiter. Das E-Mail-Aufkommen wächst seit 35 Jahren kontinuierlich. Im Jahr 2018 wurde in Deutschland mit 848,4 Milliarden ein neuer Rekord für das E-Mail-Volumen aufgestellt – ohne Spam wohl bemerkt.

Quelle: GMX 2019

Die Nutzung des Internets erfreut sich ebenso großer Beliebtheit. Nach der BVDW-Studie »Digitale Nutzung« sind 46 Prozent der Deutschen heute »always on«. Und laut aktueller ARD/ZDF Online-Studie sind derzeit 63,3 Millionen Deutsche ab 14 Jahren online. Im Jahr 2000 waren dies zum Vergleich nur 18,3 Millionen.

Auch bei FASTER ist seit Firmengründung 1998 ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation die E-Mail. Die erste Firmenwebseite gab’s bereits kurz nach dem Start und das Web spielt bei der Software-entwicklung seit jeher eine große Rolle. Es dient zum Beispiel als Ressource für Tools, Dokumenta-tionen und spezielle Probleme während der Entwicklung. Einige Projekte sind bei uns über das Internet angebunden, andere Projekte laufen im lokalen/Intranet-Kontext – aber eins haben alle gemein: Sie nutzen unverzichtbare Web-Technologien wie HTTP, E-Mail, Webservices, HTML usw.

Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich zum Zeitpunkt der FASTER-Gründung meinen ersten Computerkurs machte. Schulung in Windows/Office 98 (Codename: Memphis) mit dem Internet Explorer 4.0 und Multimedia-Erweiterungen. Als Bonus gab es – und nun Trommelwirbel: Das Erlernen des Surfens im World Wide Web. So besuchte ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Webseite. Ich kann mich auch an sowas wie einen ersten Chat über das Internet erinnern. Über welches Tool und mit wem, keine Ahnung. Aber ich fand das alles großartig. Spooky irgendwie aber wahnsinnig spannend.

Mit der Systemvoraussetzung von 16 MB RAM und einer 56 KBit/s Internetleitung konnte es allerdings nur eine recht lahme erste Interneterfahrung gewesen sein. Mein Rechner heute hat 32 GB RAM und die Datentransferrate sirrt mit 250 MBit/s. Eine E-Mail hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht verschickt. Wir sind uns nicht mehr sicher, aber Matthias hatte wohl Mitte der 90er seinen ersten eigenen E-Mail Account, ich hatte erst ein paar Jahre später einen.

1983/Motorola »Der Knochen«

Seit nun 1984 mit der ersten E-Mail das digitale Zeitalter eingeläutet wurde, entfaltet es sich rasant und unaufhaltsam. Überall verändern sich Prozesse auf fundamentale Weise. In allen Bereichen: Kommunikation, Einkaufsverhalten, Bankgeschäfte, Reisen, Medien, Produktionsabläufe…
Wie war denn eigentlich der technische Stand zum Zeitpunkt des Startschusses? 1984 befand sich das Internet (zu dieser Zeit noch Arpanet) in seiner Frühphase und die Nutzung spielte in der Bevölkerung noch keine Rolle, das weltweit erste kommerzielle Mobiltelefon von Motorola »der Knochen« hatte mit 800 Gramm das Gewicht einer Mini-Hantel, der Akku hielt ganze zwanzig Minuten und war mit 11.000 DM nicht gerade für jedermann erschwinglich, die Gurtpflicht wurde eingeführt, das Kabelfernsehen ging an den Start und ein Liter Normalbenzin kostete 132 Pfennig… Kommt einem so vor als wäre das 100 Jahre her.

Ist es aber nicht. Sogar deutlich kürzer als man meinen mag. Denn im Jahr 1993 machte das Internet lediglich etwa 1% der Informationsflüsse der weltweiten Kommunikationsnetze aus, während es im Jahr 2000 schon die Mehrheit des technischen Informationsaustausches beherrschte (51%) aber erst ab 2007 klar dominierte (97% der Bytes die weltweit ausgetauscht wurden). Diese eindeutige Vorherrschaft ist also »erst« 12 Jahre her!

Quelle: Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.

2007 war übrigens auch das Jahr als das erste iPhone erschien. Tja, die »digital Natives« heutzutage können noch nicht sprechen, aber dafür sämtliche Mobile Devices bedienen. Für sie wäre eine Welt ohne die umfassenden digitalen Services absolut undenkbar. Das man sich mal ganz analog verabredet und getroffen hat – ganz ohne Handy und Internet – hä, wie das denn?

Auch unser Weihnachten, welches die Menschheit bereits seit 2000 Jahren feiert, kommt ohne digitale Services schon längst nicht mehr aus. Ob Online-Bestellungen, Live-Chats oder Apps – Unternehmen, die digitale Services anbieten, kommen in Deutschland gut an. Unabhängig von Alter und Geschlecht bewerten knapp 60 Prozent der Deutschen die Digitalisierung der Service-Landschaft als positiv.
75 Prozent der Deutschen werden auch dies Jahr ihre Weihnachtsgeschenke online kaufen. Insgesamt werden 2019 rund 68 Milliarden Euro für Einkäufe im Internet ausgeben, laut Prognose des IFH.

Für den einen mag das rasante Tempo des unaufhaltsam fortschreitenden digitalen Umbruchs mit seiner unscharfen Zukunft ein bedrohlich wirkender Pfad sein. Wir bei FASTER verfolgen diesen Weg mit Neugier, Spannung und Vorfreude auf die neuesten Entwicklungsmethoden und Technologien – geschäftlich und privat. Laut einer Trendstudie zur Zukunft der Consumer-Technology 2020, sind zum Beispiel faltbare Displays das nächste große Ding im Mobilmarkt, denn innovative Bildschirmtechnologien sind der Top-Trend. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.

Unser Geschenktipp zu Weihnachten: Das Buch »Nächste Ausfahrt Zukunft« von Ranga Yogeshwar. Er beleuchtet von vielen Seiten den digitalen Umbruch – aufklärend, spannend und sehr unterhaltsam.

Von unserer Seite ein Prosit auf die Digitalisierung.
Wir wünschen allen von Herzen entspannte Weihnachten
und einen spitzen Start ins neue Jahr!

Ihr Team von
FASTER Software


Quellenangaben:

[1] ARD/ZDF-Online-Studie 1998 -PDF »Onlinemedien gewinnen an Bedeutung« // ARD/ZDF-Online-Studie 2019:
http:// http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/ardzdf-onlinestudie-2019/

[2] WIKI: https://de.wikipedia.org/wiki/E-Mail 
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Internets

[3] Marketing Boerse: »35 Jahre E-Mail«: https://www.marketing-boerse.de/news/details/1931-jubilaeum-35-jahre-e-mail-in-deutschland/159041

[4] 1to1: »30 Jahre WWW«:
https://www.onetoone.de/de/artikel/30-jahre-world-wide-web

[5] ibusiness: »60% der Deutschen begrüßen Digitalisierung«:
 https://www.ibusiness.de/marketing/db/669809SUR.html

[6] Statista: »Statistiken zur E-Mail Nutzung«:
 https://de.statista.com/themen/2249/e-mail-nutzung/

[7] Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH): »Branchenreport Onlinehandel 2019«
https://www.n-tv.de/ticker/Onlinehandel-waechst-auch-in-diesem-Jahr-kraeftig-article21408988.html

[8] Süddeutsche: »Legendäre Mobiltelefone«:
 https://www.sueddeutsche.de/digital/legendaere-mobiltelefone-vom-knochen-zum-fairphone-1.1773790